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Colitis ulcerosa


Ebenso wie Morbus Crohn zählt Colitis ulcerosa zu den chronisch entzündlichen Darm-erkrankungen. Die Entzündung breitet sich vom Enddarm aus und befällt vorwiegend diesen sowie zusätzlich den Dickdarm. Etwa 2% der Bevölkerung leiden an Colitis ulcerosa. Männer wie Frauen sind gleich häufig von der Erkrankung betroffen.

Colitis ulcerosa beginnt meist schleichend, ihr weiterer Verlauf ist nicht vorhersagbar. Zu den häufigsten Symptomen zählen Diarrhoen, Darmblutungen, Koliken, Stuhlinkontinenz und massive Gewichtsverluste sowie Mangelerscheinungen. Arthritis, Osteoporose und Augenentzündungen zählen zu den häufigsten Auswirkungen dieser Krankheit, die außerhalb des Darmes auftreten. Bei schweren Schüben kommt es außerdem zu hohem Fieber, blutigen Durchfällen, Herzrasen und Blutarmut.

Die genauen Ursachen für Colitis ulcerosa sind bisher ungeklärt, die Wissenschaft geht jedoch von einer Kombination aus einer genetisch bedingten, krankhaft gesteigerten Immunreaktion auf die Darmflora und dem Einfluss von Umweltfaktoren aus. Eine psychosomatische Ursache kann ausgeschlossen werden, allerdings wirken sich psychische Belastungen negativ auf den Krankheitsverlauf aus.

Für die Behandlung von Colitis ulcerosa steht eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die allerdings vor allem bei längerer Anwendung starke Nebenwirkungen haben können. Derzeit wird eine neue Therapie mittels Biologika geprüft, die eine Verabreichung eines TNF-alpha-Blockers mittels Pen unter die Haut ermöglicht. Die Zulassung wird in den nächsten Jahren erwartet.

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