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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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ÖMCCV-Forschungsförderungspreis

Seit dem Sitzungsbeschluss der ÖMCCV vom 8.11.1990 einen Fuß in die Tür der Forschungsförderung zu stellen – wenngleich auch nur mit geringen zur Verfügung stehenden Mitteln – und im Interesse der ÖMCCV-Mitglieder auf dem Wissenschaftsmarkt Ressourcen in unsere Richtung zu lenken, wurden von uns bereits mehrere Male Forschungsförderungspreise auf dem Gebiet der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen für engagierte Arbeiten vergeben:


Dr. John Wyatt et al.
„Intestinale Permeabilität bei Morbus Crohn“ – 1992; ÖS 12.000,-

Dr. Bernhard Schmidt
„Akupunktur als Zusatztherapie beim akuten Schub der chronisch entzündlichen
Darmerkrankungen“ – 1992; ÖS 8.000,-

1993 wurde der Preis auf 2. Preisträger aufgeteilt:
Dr. Gabriela Wagner, Dr. Dieter Genser
„Faktorenanalyse zur Rezidivhäufigkeit bei Patienten mit Morbus Crohn“ – ÖS 10.000,-

und

Andrea Halasz (Psychologiestudentin)
„Psychosomatik und Existenzanalyse:
Sinnerfüllung bei psychosomatisch Erkrankten“ – ÖS 5.000,-

Dr. Christoph Gasché et al.
„Anämie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)“ – 1994; ÖS 20.000,-

Dr. Gabriele Moser et al.
„Krankheitsbezogene Sorgen und Ängste und Anwendung alternativer Heilmethoden von Patienten mit CED“ – 1995; ÖS 20.000,-

Univ.Prof.Dr. Erika Jensen-Jarolim et al.
„Anti-Galectin-3 lgG autoantibodies bei Morbus Crohn” – 2002; € 1450.-

Zweck dieses von der ÖMCCV ausgesetzten Preises ist, im Rahmen eines Wettbewerbes in der Forschungsförderung neue Erkenntnisse zu forcieren, mit denen entweder den Patienten direkt geholfen werden kann oder mit deren Hilfe politischer Druck ausgeübt werden kann, um unseren gemeinsamen Interessen rund um CED zum Durchbruch zu verhelfen und letztlich auch um bei den Forschern außerhalb der Gruppe der Betroffenen ein Problembewusstsein zu erzeugen.

Jedes Jahr von Anfang Oktober bis 31.Jänner des Folgejahres können für das Preisvergabejahr (fertige oder Konzepts-)Arbeiten aus den Bereichen Medizin, Pharmakologie, Sozial- und Wirtschafts- sowie Rechtswissenschaften, aber auch aller anderen Fachgebiete bei der ÖMCCV zum Wettbewerb eingereicht werden.
Dr. Sieglinde Angelberger Med.Univ.Wien Klinische Abt. für Gastroenterologie & Hepatologie AKH Wien
Für das heurige Jahr wurde über drei eingereichte Arbeiten juriert und einstimmig von der 7-köpfigen Jury der diesjährige ÖMCCV-Forschungsförderungspreis in Höhe von € 3.500.- an Dr. Sieglinde Angelberger für ihre Arbeit „NOD2/CARD 15 gene variants are linked to failure of antibiotic treatment in perianal fistulating Crohn´s disease” (Mutationen im NOD2/CARD15 Gen sind assoziiert mit Therapieversagen auf antibiotische Therapie bei perianalen Fisteln eines Morbus Crohn) vergeben.

Die in dieser Arbeit untersuchten Daten weisen auf eine pharmakogenetische Bedeutung von NOD2/CARD15 im Therapieansprechen bei fistulierendem Morbus Crohn hin. Dies könnte einen ersten wesentlichen Schritt in Richtung einer auf den Patienten mit MC „maßgeschneiderten“ Therapie darstellen. Näheres dazu entnehmen Sie bitte der auf unserer Website veröffentlichten Kurzfassung der prämierten Arbeit bzw. der Veröffentlichung in unserer nächsten Crohnicle-Ausgabe 2/2008.

Die Dotation dieses heuer vergebenen ÖMCCV-Forschungsförderungspreises kam gemeinsam mit Geldern der ÖMCCV und mit dankenswerter Unterstützung durch die Wr. Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group und die Firma Abbott Gmbh. zustande.
Wenn Sie sich für den Forschungsförderungspreis 2009 zwischen Anfang Oktober 2008 und 31. Jänner 2009 bewerben wollen, Ihre Arbeit zum Zeitpunkt der Einreichung nicht älter als 1 ½ Jahre ist oder wenn Sie eine Idee für eine Arbeit brauchen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung – entweder telefonisch (jeden Dienstag), per e-Mail oder an die Postadresse der ÖMCCV – jeweils unter dem Kennwort/Betreff „Forschungsförderungspreis“.

Christine Gmeinder

Weiterführende Informationen:

Der ÖMCCV-Forschungsförderungspreis
Forschungsförderungspreis 2008

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