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CO2 - Insufflator macht Darmspiegelungen erträglicher

Der Einsatz eines sog. CO2 - Insufflators bei der Darmspiegelung bringt einerseits den Patienten eine Erleichterung bei der Untersuchung, anderseits erleichtert er aber auch die Arbeit des untersuchenden Arztes. Die Anschaffung des Gerätes macht sich daher innerhalb kürzester Zeit mehrfach bezahlt!

Dazu ein Auszug aus dem Pressetext des LKH Freistadt:

„Eine Darmspiegelung ist für viele PatientInnen eine der unangenehmsten Untersuchungen. Dennoch ist sie im Zuge der Darmkrebsvorsorge unerlässlich. Das LKH Freistadt setzt sich seit Jahren für die Vorsorgeendoskopie ein und ist nun mit der Anschaffung eines CO2 - Insufflators österreichweit Vorreiter auf medizinisch-technisch höchstem Niveau. Mit dem neuen Gerät verläuft die so genannte Koloskopie wesentlich schmerzärmer als bisher.“

Wenige Untersuchungen in der Medizin sind so unbeliebt wie die Koloskopie, die endoskopische Begutachtung des Darms. Viele PatientInnen haben bereits negative Erfahrungen damit gemacht und lassen sich – trotz modernster flexibelster Endoskope und vorheriger Gabe von Schmerzmitteln – nur zögerlich erneut darauf ein. Der CO2-Insufflator kann der Koloskopie jedoch ihren Schrecken nehmen.

Das LKH Freistadt setzt mit dem neuen Gerät jetzt österreichweit einen medizinischen Meilenstein. „Um den Darm ausreichend beurteilen zu können, mussten wir bislang Raumluft hineinpumpen, die während und auch noch nach der Untersuchung für starke Schmerzen und Koliken sorgte“, erklärt OA Dr. Gottfried Wimmer, Facharzt für Innere Medizin in Freistadt und fügt stolz hinzu: „Die neue Technik verwendet stattdessen CO2, was vom Körper rasch aufgenommen und über die Lungen abgeatmet werden kann. Die peristaltischen Bewegungen im Darm werden stark reduziert, dadurch bleibt die Bauchdecke des Patienten weich und entspannt, es treten weniger Verkrampfungen auf.“

Als Folge des entspannteren Darms lässt sich das Endoskop leichter handhaben und stellt somit außerdem eine Verbesserung für die behandelnden ExpertInnen dar. Auch die Prämedikation mit Sedativa kann durch das neue Gerät reduziert oder sogar ganz weggelassen werden. Zudem verkürzt sich die Dauer des Eingriffs, da das CO2 nicht mehr, wie die Luft, abgesaugt werden muss, sondern resorbiert wird – und das 150mal schneller.“

Im KH der Barmherzigen Schwestern Linz fand die neue Technik ebenfalls bereits Einzug. Die Vorteile werden dort wie folgt beschrieben:

„Bereits kurz nach der Eröffnung Ende Oktober bietet das Colorektale Zentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern - ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe - eine verbesserte, den Patienten schonende Methode der Darmspiegelung an. Ein neues Gerät, ein so genannter CO2-Insufflator, wird künftig endoskopische Untersuchungen für die Patienten erträglicher machen.
Am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern werden täglich im Schnitt 25 Darmspiegelungen durchgeführt. Um den Darm ausreichend beurteilen zu können, wurde bisher Raumluft eingeblasen. Diese Maßnahme bedingte für den Patienten während und auch nach der Untersuchung zum Teil starke Blähungen und gelegentlich kolikartige Beschwerden. Die neue Technik verwendet stattdessen CO2, das von der Darmschleimhaut rasch resorbiert und über die Lungen abgeatmet werden kann. Dadurch können die Blähungen während und nach der Untersuchung deutlich reduziert werden.
Die Bauchdecke des Patienten bleibt weicher und entspannter, es treten weniger Verkrampfungen auf. Diese neue, schonende Methode wurde bereits bei Patienten des Hauses erfolgreich getestet. „Aufgrund der Entspannung des Darmes lässt sich das Endoskop leichter handhaben, was auch eine Verbesserung für den behandelnden Mediziner bedeutet", erklärt Internist OA Dr. Dieter Nitsche.

Die Koloskopie (Darmspiegelung)
Die Untersuchung des gesamten Dickdarmes (Colon) und weniger Zentimeter des angrenzenden Dünndarmes erfolgt mit dem Koloskop. Dies ist ein etwa 130 cm langer und 1,2 cm dünner flexibler Schlauch, dessen Spitze vom Untersucher aus in alle Richtungen gelenkt werden kann. Dieses Koloskop beherbergt eine Videokamera und eine Lichtquelle und überträgt Bilder von der Schleimhaut an einen Fernsehmonitor. Krankhafte Veränderungen sind auf diese Weise leicht zu erkennen. Durch die druckkontrollierte CO2 -Gaszufuhr ergeben sich im Mastdarm gute Sicht- und Manipulationsbedingungen. Der Operateur/Internist sieht die von der Videokamera übertragenen vergrößerten Bilder der Dickdarmschleimhaut am Monitor. Er kann auf diese Weise Polypen und größere Darmwandanteile punktgenau mit den Instrumenten entfernen.“

Auf Grund dieser Berichte und der Erfahrung von Patienten haben wir von der ÖMCCV bei der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) bereits ersucht, dass der Einsatz des CO2 -Insufflators bei der Darmspiegelung als Standard aufgenommen wird!

Franz Schiener

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