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Österreichische Morbus Crohn-Colitis Ulcerosa Vereinigung


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Morbus Crohn: 80.000 Österreicher leiden an der Darm-Krankheit mit Dauer-Durchfall

Alltägliches Leben nur mehr eingeschränkt möglich
• Viele Ärzte übersehen die Diagnose Morbus Crohn
Toilette
Gelenksrheuma, also die chronische Polyarthritis, ist der Öffentlichkeit ein Begriff. Beim "Rheuma des Darms", dem Morbus Crohn und der Colitis ulcerosa, herrscht aber Unwissenheit. Dabei sind diese chronisch entzündlichen Darmerkrankungen mindestens ebenso belastend.
"Eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) bedeutet eine lebenslange Krankheit mit häufigen Durchfällen, das kann zehn- bis 15 Mal und mehr pro Tag heißen, Schmerzen als wiederkehrende oder ständige Begleiter und massive Einschnitte in vielen Lebensbereichen", sagte Christine Gmeinder, Vorstandsmitglied der Österreichischen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) anlässlich des Europäischen Crohn/Colitis-Tages am 12. Mai.

Krankheit kommt mit der Jugend
Der Beginn dieser eingreifenden und die Patienten sehr schwer belastenden Erkrankungen liegt meist im Jugend- und jungen Erwachsenalter. Die oft schubweise wiederkehrende Krankheiten können in schweren Fällen auch immer wieder zu Operationen führen, bei denen betroffene Darmabschnitte entfernt werden müssen. Trotz der Schwere der Erkrankungen können laut eine IMAS-Umfrage nur sieben Prozent der Bevölkerung mit den Begriffen Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa etwas anfangen.

Krankheit bleibt oft unerkannt
Mehr noch, so Christine Gmeinder (ÖMCCV): "Auch erstbehandelnde Ärzte denken nicht immer an die Möglichkeiten einer CED, und damit wird die so wichtige rechtzeitige Diagnosestellung oft jahrelang verzögert." Fehlende bis zu späte Weiterleitung der Patienten an einen Spezialisten bewirke eine Verzögerung der Diagnosestellung bis zu acht Jahre bei Morbus Crohn und bis zu zwei Jahre bei Colitis ulcerosa. (APA/red)
weiterführende Informationen:

Pressekonferenz am 09.05.2007

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