Toiletten können Leben retten
Der Mangel an ordentlichen Toiletten und Sanitäranlagen ist jährlich für den Tod von fast zwei Millionen Menschen verantwortlich. Darauf weist die "World Toilet Association" hin, die letzte Woche in Seoul zusammengetroffen ist.
"Es ist bedauerlich, dass das Thema Darmentleerung nicht so viel Aufmerksamkeit erhält wie Ernährung oder Wohnen", erklärte der Leiter der Vereinigung, Jack Sim. Er wies darauf hin, dass rund 2,6 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu adäquaten sanitären Anlagen haben. 1,8 Millionen Personen würden jährlich an Durchfallerkrankungen versterben, die vor allem durch diesen Missstand bedingt seien, ergänzte Shigeru Omi von der Weltgesundheits-Organisation (WHO).
Der Großteil dieser Todesfälle erfolge in Asien, 90 Prozent der Opfer seien Kinder unter fünf Jahren, so Omi weiter. "Stellen Sie sich nur vor, wie vielen Kindern das Leben gerettet werden könnte – durch einfache, kostengünstige Maßnahmen bei Sanitäranlagen und Hygiene", appellierte der WHO-Vertreter. Nun soll in Kampagnen investiert werden, die das Bewusstsein für das Thema Hygiene schärfen und für Investitionen in WC-Anlagen werben sollen. Das Jahr 2008 haben die Vereinten Nationen als "Jahr der sanitären Grundversorgung" ausgerufen.
Quellen: Reuters Health; worldtoilet.org
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