Abschluss des PIK-Projektes – Start von PInG
Im Wiener Rathaus wurde am 3.12.2004 vor 180 VertreterInnen des Wiener Gesundheits- und Sozialwesens in der Abschlussveranstaltung das zukunftsweisende Gesamtergebnis des PIK-Projektes präsentiert.
In seinen Begrüßungsworten betonte Univ.Prof.Dr.Jürgen M. Pelikan, dass dieser Abschluss zugleich die Chance eines Neubeginns ist. Ganz Wien hat die Möglichkeit die Ergebnisse des Projektes in die Routine des Alltages umzusetzen.
Stadträtin Mag. Renate Brauner erklärte als gemeinsames Ziel aller Beteiligten die gute medizinische Versorgung langfristig für alle - unabhängig von der Geldbörse, unabhängig vom Geschlecht und unabhängig von der Herkunft - zu erhalten. Das Leitmotto müsse dabei sein: „Der Mensch steht im Mittelpunkt“.Die Beteiligung von PatientInnen und Angehörigen sei in diesem Projekt erst- und einmalig für Österreich und trug ganz besonders zur Qualität des Ergebnisses bei. Mag. Brauner: „...ich bin der festen Überzeugung, diejenigen, die es betrifft, wissen immer am besten, wie die Dinge zu machen sind“. Die entwickelten Ergebnisse und Empfehlungen sind konkret umzusetzen. Als erster Umsetzungsschritt sind folgende fünf konkrete Projekte sofort anzugehen:

Der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bittner bedankte sich bei allen MitarbeiterInnen, die das Projekt begleitet und erarbeitet haben. Auch er wünschte sich eine rasche Umsetzung des vorliegenden Ergebnisses. Wien sollte ein Vorbild für andere Städte und Länder sein, ein Vorbild in einer klugen, guten, ökonomisch sinnvollen Zusammenarbeit zwischen Krankenversicherungsträger und Kommune.
Mag. Peter Nowak und Mag. Christa Peinhaupt vom Ludwig Boltzmann Institut gaben einen Gesamtüberblick über das Projekt und den Verlauf der Arbeit in den etzten2 ½ Jahre. Zwei PatientInnen, Frau Christine Schnaubelt und Herr Ing. Franz Schiener, stellten die aus PatientInnensicht wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen in Form eines Interviews durch Herrn Prof. Pelikan vor:




Zum Schluss kamen noch die Generaldirektoren der Wiener Gebietskrankenkasse, des Krankenanstaltenverbundes und der Bereichsleitung für Sozial- und Gesundheitsplanung sowie Finanzmanagement zu Wort.
Gen.Dir.Dr.Rudolf Brenner gab seinem Wunsch Ausdruck, dass die für den Transfer empfohlenen Maßnahmen über die Projektregion und über die Projektpartner hinaus übernommen werden.
Gen.Dir.Univ.-Prof.Eugen Hauke ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher Interessen im Gesundheitswesen auch außerhalb des Rahmens eines Projektes möglich sein kann.
DI Dr.Hannes Schmidl hat als Lehre aus dem Projekt gezogen, dass Entscheidende Fortschritte dann entstehen, wenn es gelingt, die Leute, die an den Prozessen beteiligt sind, konkret zusammenzubringen.
Die erste Umsetzung der Empfehlungen von PIK ist bereits erfolgt, die PatientInnenInitiative zur Mitarbeit und Mitgestaltung im Gesundheitswesen, kurz PIng genannt, wurde gegründet. Die Personen der Fokusgruppe, also die PatientInnen und Angehörigen, die im PIK-Projekt mitgearbeitet haben, wollen eine PatientInnenbeteilligung in allen Ebenen erreichen. Vorbilder gibt es bereits in einigen europäischen Ländern, wo diejenigen, um die es eigentlich im Gesundheitssystem geht und die Spezialisten im Bezug auf die eigene Gesundheit sind, auch mitentscheidend wirken. Diese PatientInnengrupe hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, die Umsetzung der Empfehlungen aus PIK zu begleiten und zu forcieren.
Wir sind noch ein kleines Grüppchen von engagierten Leuten, wir sind auf der Suche nach weiteren interessierten MitarbeiterInnen, Interessenten melden sich bitte bei:
PIng Leopoldsgasse 27a/5 1020 Wien mailto:ping.webmaster@aon.at
Weitere Informationen über unsere Aktivitäten finden sie auch im Internet unter:
http://www.patienteninitiative.at.tf/
Die Mitarbeit am PIK-Projekt hat mir sehr viel Freude und interessante Kontakte gebracht, die Arbeit im PIng ist eine große Herausforderung und eine schöne Aufgabe zum Wohle aller PatientInnen!
Franz Schiener
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