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Österreichische Gesundheitskonferenz 17. Jänner 2005

Informationen aus erster Hand und somit einen Überblick über die österreichische Gesundheitsreform konnte ich mir mit knapp 400 weiteren Teilnehmer/innen an der Österreichischen Gesundheitskonferenz 2005 am 17. Jänner 2005 im Festsaal des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen verschaffen.

Im Vormittagsplenum präsentierte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat die Eckpunkte der Reform. Die in der Reform erzielten Strukturveränderungen werden, so die Gesundheitsministerin, die Effizienz des Gesundheitssystems wesentlich verbessern. Den Kampf gegen die sogenannten Volkskrankheiten gelte es weiterzuführen; die Frau Ministerin nannte u.a. auch folgende konkrete Ziele: Bis zum Jahre 2020 soll bei Herz/Kreislauf-Todesfällen einer Reduktion von 40 Prozent erreicht werden (bei Menschen unter 65 Jahren). Bei Krebserkrankungen strebt die Gesundheitsministerin einen Rückgang von 15 Prozent an. Im Bereich Diabetes-Schäden sollen Verbesserungen von 33 Prozent erreicht werden.

Auf die Präsentation der Ministerin folgte eine Einschätzung der geplanten Maßnahmen im internationalen Vergleich aus gesundheitsökonomischer Sicht.

In drei parallel abgehaltenen Info-Sessions am Nachmittag erläuterten Expertinnen und Experten anhand der Themenschwerpunkte Gesundheitsförderung, Qualität, Gesundheitstelematik, Strukturveränderung und Finanzierung die Details der Reform.

Zum Thema Gesundheitsschwerpunkte wurde die Gesundenuntersuchung neu vorgestellt. In Etappen ist im Anschluss an den bekannten Mutter-Kind-Pass ein auf die jeweiligen Altersgruppen abgestimmter Pass zur Einführung vorgesehen. Leider sind chronisch Kranke von Gesundenuntersuchungen ausgeschlossen, sie sind ja nur für Gesunde vorgesehen. Chronisch Kranke sind sowieso ständig unter ärztlicher Aufsicht – eine für mich eher befremdende Aussage.
Für Projekte und Entwicklungen zur Gesundheitsförderung werden jährlich 7,0 Mio € zur Verfügung gestellt.

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion.

Franz Schiener

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