Biologika – neue Therapiemöglichkeiten bei CED
Am Samstag, dem 31. März 2007, fand im Gasthof Bokan in Graz die Generalversammlung (nunmehr Mitgliederversammlung) statt (Bericht s. an anderer Stelle). Im Anschluss daran stellte sich Herr Prof. Dr. Wolfgang Petritsch von der Universitätsklinik für Innere Medizin Graz zur Verfügung, um zum Thema „Biologika – neue Therapiemöglichkeiten bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa“ zu referieren.
Neben der Erklärung zu dieser Therapieform und deren Wirkungsprinzip, sowie einer Aufgliederung der eingesetzten Medikamente und weiteren Zahlen und Fakten brachte Prof. Dr. Petritsch uns auch eine andere Seite näher. So erfuhren wir Betroffene, die natürlich große Hoffnung in diese Medikamente setzen, auch von den Kosten dieser Mittel, sowie von den bereits bestehenden Diskussionen mit der Krankenkasse bezüglich Bezahlung dieser Medikamente. Biologika haben ebenso wie andere Medikamente natürlich auch Nebenwirkungen, die auf keinen Fall vernachlässigt werden dürfen. Dadurch obliegt es den Ärzten ganz besonders, die Kosten – Nutzen – Risiko Rechnung aufzustellen und zum Wohle des Patienten zu entscheiden. Daraus resultiert, dass nicht jeder Patient mit dem gleichen Medikament behandelt werden kann.
Für mich zeigte sich ganz deutlich, wie wichtig es ist, ein gut informierter Patient zu sein, um aktiv die Therapie mitgestalten zu können und sich dadurch nicht den Medikamenten, dem Arzt und der Krankheit selbst „auszuliefern“. Weiters ist die Zusammenarbeit von Patienten und Ärzten von großer Bedeutung, um gemeinsam das Recht, die bestmöglichste Therapie zu erhalten, gegenüber den Krankenkassen durchsetzen zu können.
Als Patientenvereinigung versucht die ÖMCCV diese und auch weitere Ziele zu erreichen, mit Unterstützung einer jeder einzelnen Mitgliedschaft.
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Danke an Prof. Dr. Petritsch für die wertvolle Zusammenarbeit.
Evelyn Schauer, Zweigstellenleiterin Steiermark
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