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Reisen mit CED

Für viele von uns kommt nun wieder die schönste Zeit des Jahres, die Urlaubszeit, näher. Wenn Sie nicht gerade unter einem akuten Schub stehen, nutzen Sie die Gelegenheit zu einer Ortsveränderung. Bei einer guten Planung und Vorbereitung des Urlaubes sollte einem positiven Erleben nichts im Wege stehen.

Sollten Sie nach der Diagnose CED oder nach einer größeren Operation das erste Mal einen Urlaub planen, so beginnen Sie mit einem Urlaub in Österreich oder dem nahe gelegenen Ausland. Dabei ist es durchaus von Vorteil, wenn keinerlei Sprachhindernisse auftreten können. In Notfällen ist eine Heimreise leichter möglich oder es gibt in der Nähe ein Krankenhaus mit einer Spezialambulanz. Nehmen Sie sich eine Ferienwohnung, wo Sie Ihren speziellen Bedürfnissen bezüglich Kochen und Hygiene besser nachkommen können.

Nach ersten positiven Urlaubserlebnissen kann durchaus die Planung für ein weiter entferntes Urlaubsziel überlegt werden. Ein Urlaub am Meer ist für viele bestimmt ein angenehmes Erlebnis und bietet die Möglichkeit zur Entspannung und des Tankens von neuer Energie für das nächste Jahr. Die mediterrane Kost wird im Allgemeinen gut vertragen, Sie können bereits daheim versuchen, die Küche umzustellen und Verträglichkeiten auszuloten.

Fernreisen sind durchaus auch mit CED möglich, Sie sollten sich von vornherein hier keinerlei Beschränkungen auferlegen. Da die Ernährung und die hygienischen Bedingungen für uns jedoch von grundlegender Bedeutung sind, sollten Sie auf alle Fälle auf höhere oder höchste Komfortstufen Wert legen. Viele Hotels bieten auch eine internationale Küche an, wenn die lokalen Spezialitäten nicht vertragen werden.

Ein wichtiger Aspekt sind auch die angebotenen Reiseversicherungen. Hier ist unbedingt mit dem Versicherungs- oder Reiseanbieter abzuklären, inwieweit chronische Erkrankungen ein Ausschließungsgrund für die Versicherungsleistungen sind. Manchmal werden auch höhere Prämien verlangt, die bis zum Zehnfachen des Normaltarifes gehen, aber es gibt Anbieter mit durchaus vernünftigen Preisen.

Sprechen Sie auch unbedingt mit dem Arzt Ihres Vertrauens über eine geplante Reise. Welche Impfungen sind empfehlenswert, welche Notfallmedikamente sollen Sie mitnehmen, um für eventuell auftretende gesundheitliche Schwierigkeiten vorbereitet zu sein. Nehmen Sie auch genug Medikamente, die Sie ständig brauchen, von daheim mit, für gekühlt zu lagernde Medikamente gibt es spezielle Kühltaschen. Bedenken Sie auch, dass Reisegepäck, vor allem auf Flügen, manchmal verloren geht und nehmen Sie daher die Medikamente ins Handgepäck auf. Wichtig ist auch ein Vorrat an Mineralwasser, auf Flügen erfolgt hier leider sehr oft eine Unterversorgung mit Getränken, obwohl gerade durch die Klimaanlagen in den Flugzeugen ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf besteht.

Von der ÖMCCV erhielten Sie eine Solidaritätskarte, die bei der Benützung von Toiletten hilfreich sein kann. Im Rahmen der EFCCA erfolgt eine internationale Zusammenarbeit mit Partner-Selbsthilfeorganisationen. Hier gibt es in vielen Ländern Ansprechpersonen, die bei Problemen über örtliche Spezialkliniken Auskunft geben können. Anfragen richten Sie bitte im Bedarfsfall an unser Büro in Wien. Der MEDICAL PASSPORT, den Sie von uns erhielten, ist ein hilfreiches Instrument zur Verständigung im Ausland. Lassen Sie darin von Ihrem Arzt alle Besonderheiten zu Ihrer Person und Ihrer Erkrankung eintragen. Bei der Medikation ist es wichtig, die Wirkstoffe einzutragen, da die handelsüblichen Medikamentennamen in den Ländern differieren.

Einen erholsamen Urlaub wünscht Ihnen

Franz Schiener


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