5. Österreichweites Morburs Crohn/Colitis ulcerosa Kinder- und Jugendtreffen in Kapfenberg
Freitag, 09. Juni 2006 Bereits bei der Ankunft in Kapfenberg halte ich Ausschau nach anderen Kindern und Jugendlichen, die ebenfalls am Treffen teilnehmen. Wie jedes Jahr freue ich mich auf schon bekannte Gesichter und bin ebenso gespannt auf die noch unbekannten. Ich brauche auch nicht lange zu warten, denn beim gemeinsamen Abendessen treffe ich andere Betroffene. Während des Essens, bei dem manche oft bereits Erfahrungen austauschen, beäugen sich andere zuerst noch ein wenig schüchtern, ehe man langsam ins Gespräch kommt. Die letzte Barriere fällt jedoch spätestens bei der gemeinsamen Vorstellungsrunde mit Evelyn Schauer und Gabi Kameritsch, den beiden Jugendbeauftragten der ÖMCCV, sowie Franz Schiener, unserem Präsidenten. Danach bin ich an der Reihe - mit dem ersten Teil meines Kreativblockes. Jeder bemalt für sich eine Holzplatte zum Thema „Meine Träume, Wünsche und Hoffnungen“. Die Ergebnisse sind jetzt schon sehenswert, werden aber am Sonntag noch vervollständigt. In Teamarbeit sind die Aufräumarbeiten schnell erledigt und man lässt den Abend noch mit Gesprächen ausklingen.
Samstag, 10. Juni 2006 Aufstehen, fertig machen, frühstücken und dann nichts wie ab in den Seminarraum zu Olivia und Monika, zwei Entspannungstrainerinnen aus Wien, die sich kostenlos zur Verfügung gestellt haben, um Betroffene und nicht Betroffene in die Grundlagen der Entspannungstechniken einzuführen. Die Teilnehmer werden in drei Gruppen aufgeteilt. Die Erwachsenen werden in die Technik des Muskelan- und -entspannens eingeführt. Die Kinder und ein Teil der Jugendlichen machen eine Fantasiereise durch ihren Körper. Der andere Teil der Jugendlichen und die jungen Erwachsenen, bei dieser Gruppe war auch ich dabei, versuchen mit sogenannter Schmerzfokusion Schmerz in ihrem Körper bewusst zu fühlen und immer kleiner werden zu lassen. Danach wird in den Gruppen noch über die Entspannungsübung gesprochen, welche von den meisten als sehr positiv empfunden wurde. Nach dem Mittagessen und einer Mittagspause stehen den Teilnehmern verschiedene Nachmittagsprogramme zur Verfügung. Einige besuchen die Arzt-Patienten-Tagung in Bruck an der Mur. Diese steht unter dem Thema „Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aus den Blickwinkeln der Selbsthilfevereinigung, des Internisten, des Chirurgen und des Pathologen“. Ein Stand der ÖMCCV informiert zusätzlich mit den Broschüren und den Erfahrungen der Standbetreuer. Wer die Arzt-Patienten-Tagung nicht besucht, hat die Möglichkeit, die Steirische Landesausstellung „Wege zur Gesundheit“ in Bruck an der Mur zu besuchen oder sich im dem Hotel angeschlossenen Hallenbad mit Erlebnisrutsche auszutoben oder zu entspannen. Nach dem Abendessen werden wieder Erfahrungen ausgetauscht und bereits Pläne für das nächste Kinder- und Jugendtreffen geschmiedet.
Sonntag, 11. Juni 206 Nach dem Frühstück geht’s an den zweiten Teil meines Kreativblockes, wo die Bilder, nach einer Geschichte zum Thema „Träume, Wünsche, Hoffnungen“, noch vervollständigt werden. Das geschieht mit verschiedensten Materialien (Mosaiksteinen, Federn, Glitzer- und Glassteinen, Pailletten,…), die auf das Bild geklebt werden. In der anschließenden Runde spricht jeder, der möchte noch über sein tolles Werk, das nun jeden von uns an das Treffen erinnern wird. Während die Erwachsenen noch Erfahrungen austauschen, lösen wir Kinder- und Jugendlichen noch ein paar knifflige Aufgaben, bei der wir Kapfenberg näher kennen lernen. Da wir alle zusammenhelfen, sind die Aufgaben bald gelöst und es geht zurück ins Hotel, zu einer abschließenden Runde mit allen Teilnehmern und Organisatoren, bei dem das zurückliegende Wochenende besprochen wird und Wünsche und Anregungen für das nächste Treffen ausgetauscht werden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen müssen wir alle leider die Heimreise antreten, da die meisten einen langen Heimweg haben.
Ich möchte mich noch mal herzlich bei Evelyn und Gabi bedanken, die das Treffen organisiert haben. Ich freu mich schon auf das nächste und hoffe, dass ich dann wieder viele „alte“ und „neue“ Kinder und Jugendliche treffen werde. Und denkt immer daran: Don’t worry, be happy!!!
Elisabeth Zierler (15, Morbus Crohn)
Weiterführende Informationen auf der Jugendseite der ÖMCCV.
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